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Mehr als 10 000 Katzen und Hunde werden von Jägern pro Jahr in Deutschland erschossen… Helft mit!

Sommer 2014 in Nordrhein-Westfalen (NRW), Deutschland. Eine Familie findet ihre Katze erschossen in der Nähe ihres Grundstücks. Eine Gewehrkugel steckt noch in ihrem Körper. Eine andere Familie berichtete, dass ihre Katze nach 10 Tagen Abwesenheit schwer verletzt plötzlich vor ihrer Haustür lag. In ihrem Kopf steckten mehrere Schrotkugeln.

Das sind keine Einzelfälle. Gemäss offizieller Statistik wurden alleine in NRW in der Jagdsaison 2012/13 über 10 000 Katzen und 77 Hunde erschossen.

Tote Katze

Die Grundlage für diese furchteregenden Zahlen ist das Bundesjagdgesetz von 1934. Nach Paragraf 23 dürfen Jäger Katzen und Hunde erschiessen, wenn diese sich 200 bis 500 Meter – die Distanz ist je nach Bundesland unterschiedlich – von ihrem Zuhause weg sind. Die ahnungslosen Tiere gelten dann als „wildernd“.

Süße Katze 4

Zu Recht sind viele Menschen darüber empört. Das Umweltministerium von NRW arbeitet derzeit an einem neuen Jagdgesetz, dass am 1. Juli in Kraft treten soll.

Doch viele Jäger wollen das Gesetz verhindern. In einer Internetkampagne weisen sie darauf hin, wie viel Schäden Haustiere in freier Wildbahn anrichten. Bis zu 1000 Vögel und Kleintiere sollen Katzen gemäss den Jägern pro Jahr töten. Deshalb führe am Erschiessen der Katzen zur Zeit kein Weg vorbei, sagt der Jagdverband.

Die Tierschützer halten diese Zahlen für Übertrieben. Viel wichtiger für den Erhalt der Wildtierpopulation sei der Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume.

Dass die Jäger sich um die Wildtiere sorgen sei scheinheilig, schiessen sie doch selbst 100 000 Hasen im Jahr

Laut den Tierschützern geht es den Jägern vor allem um den Erhalt ihrer Privilegien. Mit dem neuen Gesetz werden nämlich auch noch andere Bereiche verändert. Zum Beispiel soll eine Jagdsteuer eingeführt werden.

Um die Zahl der frei lebenden Katzen und damit die Gefahr für die Wildtiere zu verkleinern, rufen Tierschützer die Haustierhalter auf, ihre Katzen zu kastrieren und besser auf die Tiere aufzupassen.

Tierschützer erhoffen sich durch das neue Jagdgesetz auch, besser gegen Jäger vorgehen zu können, die Haustierkatzen abschiessen. Bisher verliefen Anzeigen gegen solche Jäger meist im Sande. Zu Aufwendig sind die Untersuchungen für die Polizei und zu „gering“ der Wert der Katze. Auch gegen dieses Denken wollen die Tierschützer kämpfen.

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